Wein aus Frankreich

Herausragende Qualität und Erstklassigkeit zeichnen den französischen Wein aus

 

Wein aus Frankreich

Wein aus Frankreich: Bordeaux
Wein aus Frankreich: Ideale klimatische Voraussetzungen für die besten Weinreben der Welt

Die Weinbaugebiete Frankreichs lassen sich grob in drei Bereiche einteilen. An der Atlantikküste, vom Loire-Tal nach Süden über das Bordelais bis zu den westlichsten Pyrenäen, ist das Klima maritim. Der Golfstrom sorgt für ein gemäßigtes Klima. Im Loire-Tal sind das Kleinklima und gut drainierte Böden entscheidend für die Chancen, einen ordentlichen Wein zu erzielen. Um das warme Mittelmeer herum wachsen die Reben ganz von selbst. Die Sommer sind heiß und trocken und die Winter mild. In der Nähe des Meeres mäßigt der Seewind die Sonnenhitze, ohne die Reifung der Trauben zu stören. Ansonsten wird die Auswirkung der Hitze dadurch abgeschwächt, dass man die Reben an den Berghängen anbaut. Die Rot- und Weißweine des Rhône-Tals sind stolz auf ihre superbe Qualität. Nördlich von Lyon ändert sich das Klima erneut. Es nimmt kontinentalen Charakter an, während der mediterrane Einfluss schwindet. In diesem östlichen Teil Frankreichs können noch viel weiter nördlich Reben angebaut werden, doch die Bedingungen werden schwieriger. Häufig kündigen Herbststürme das Ende des Sommers an, bevor die Trauben ihren erforderlichen Reifegrad erreicht haben. Und nicht zuletzt gibt es da noch die Champagne, wo ein paar ungewöhnliche, aber ideale Lagen Pinot- und Chardonnay-Trauben gerade reif genug werden lassen, um den magischen Trank zu erzeugen, den man Champagner nennt.

Französische Wein-Qualitätskategorien

In Frankreich reichen die Wein-Kategorien vom einfachen französischen Tafelweinen (Vins de table), über französische Landweine (Vins de pays) bis zu den höheren Qualitätsklassen VDQS und AOC. Schon für die französischen Landweine gelten klare Herstellungsvorschriften und bieten so in der Regel ein solides Preis-Leistungsverhältnis.
VDQS-Weine (Vin Délimité de Qualité Superieure) sind Weine von hoher Qualität aus begrenzten Anbaugebieten. Sowohl Rebsorte als auch Ertrag pro Hektar sind gesetzlich vorgeschrieben und werden staatlich überwacht. Bei diesem Wein handelt es sich um Erzeugnisse, die kurz vor der Klassifizierung AOC sind. Viele von VDSQ-Weine sind durchaus mit AOC-Weinen vergleichbar.
Weine nach der Kategorie AOC (Appellation d´Origine Contrôlée) gehören zur höchsten Qualitätsklasse. Dieses Prädikat AOC kann nur an Weine vergeben werden, die aus einem bestimmten geografischen Gebiet stammen, die besondere Anforderungen an die verwendeten Rebsorten erfüllen und deren Traumen nach einem festgelegten Herstellungsverfahren gekeltert wurden.

Weitere Wein-Bezeichnungen aus Frankreich

  • Blanc de Blancs: Bezeichnung für einen aus weißen Trauben gewonnenem Wein. Hauptsächlich bei Schaumwein anzutreffen.
  • Brut: Extratrockener Schaumwein oder Champagner.
  • Château: Die Bezeichnung Château (Winzerbetrieb) darf nur bei AOC-Weinen Verwendung finden. Regional wird die Bezeichnung unterschiedlich häufig benutzt und sagt für sich alleine stehend wenig über den Wein aus.
  • Crémant: Als Crémants gelten französische Schaumweine, die ausserhalb der Champagne, aber nach dem gleichen Verfahren (traditionelle Flaschengärung) hergestellt werden.
  • Cuvée: Verschnitt aus Weinen verschiedener Rebsorten, Lagen und Jahrgängen aus einem Anbaugebiet. Die Cuvée bestimmt Charakter und Geschmack des Weines oder des Champagner. Kein negatives Qualitätsmerkmal, da Cuvée eine Winzerkunst ist.
  • Cru: Die Bezeichnung „Cru“ unterscheidet sich von Region zu Region. Während damit im Bordeaux-Gebiet Spitzenlagen (cru classé) eines einzigen Winzer bezeichnet werden, bezeichnen Winzer im Burgund (grand cru oder premier cru) damit Spitzenlagen (climats). Diese können mehreren Winzern gehören.
  • Primeur und Nouveau: Junger und frischer Wein. Er wird nach einer schnellen Gärung abgefüllt. Er sollte auch schnell getrunken werden. „Primeur“ dürfen nur Qualitätsweine und Landweine führen. „Nouveau“ deutet auf einen Tafelwein hin.

Sortenreine französische Weine

Im Gegensatz zur Bundesrepublik werden in Frankreich viele bekannte und berühmte Qualitätsweine aus mehreren Rebsorten verschnitten. Dieser Verschnitt muss nicht auf dem Etikett deklariert werden. In Frankreich herrscht die Meinung vor, dass die Herkunft der Weine etwas über Geschmack und Charakter aussagt und weniger die verwendeten Rebsorten. Immerhin ist die Verwendung der Rebsorten streng festgeschrieben. Ein Côtes du Rhône beispielsweise besteht aus verschiedenen Rebsorten ebenso wie der berühmte Châteauneuf du Pape. Dieser darf sogar aus 13 verschiedenen Rebsorten bestehen. Auch ein Bordeaux ist selten sortenrein, sofern er nicht als reinsortig deklariert ist.
Frankreichs Wein in Zahlen
In 2011 wurden französische Weine in die USA, nach Großbritannien und nach China exportiert. China entwickelt sich zu einem wachsenden Exportmarkt für französische Weine. Deutschland folgt auf Platz 4 der Weinexporte aus Frankreich.
Die meist angebaute Weinrebe in Frankreich war 2011 der Merlot. Es folgt der Grenache auf Platz 2, gefolgt von Ugni Blanc. Diese Trauben bilden meist die Grundlange für den französischen Cognac. Weiter folgen der Syrah, Cabernet Sauvignon, Carignan und erst auf Platz 7 der Chardonnay.

Französische Weinanbaugebiete

Bordeaux: Das Weinbaugebiet Bordeaux in Südfrankreich gelegen ist sicherlich das bekannteste Anbaugebiet in Frankreich. Durch das warme und milde Klima, heiße Sommer und lange sonnige Spätherbste bietet das am Atlantik gelegene Weinanbaugebiet ideale Bedingungen für den Weinanbau. Bevorzugt werden in Bordeaux die Rebsorte Cabernet Sauvignon angebaut. In den Gebieten St. Emilion und Pomerol, nördlich der Gironde, wird überweigend die Rebsorte Merlot kultiviert.

Burgund: Die „Bourgogne“ ist ein großes Weinbaugebiet im Osten Frankreich. Es erstreckt sich vom nördlichen Chablis über die Côte d´Or, südlich von Dijon, bis zum Beaujolais im Süden. Als bekanntester Wein aus dem südlichen Burgund gilt der Beaujolais Primeur. Dieser Wein kommt jedes Jahr Mitte November in den Handel. Das Burgund ist jedoch auch führ ihren Pinot Noir und Chardonnay bekannt.

Champagne: Rund um die Städte Reims und Epernay, südöstlich von Paris, liegt das Weingebiet, aus dem der berühmteste Schaumwein der Welt stammt: Der Champagner. In der Champagne werden die Trauben für den Champagner angebaut. Dies sind die Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Champagner darf sich ein Schaumwein nur nennen, wenn die Trauben aus dem streng festgelegten AOC-Gebiet stammen.

Das Elsaß: Im Nord-Osten Frankreichs gelegen, stammt aus dieser Gegend seit der Römer-Zeit hervorragenden frischen Weißwein. Das durchaus bedeutende französische Weinanbaugebiet grenzt im Osten an Deutschland und wird von den Vogesen umgeben. Die bedeutensten Rebsorten im Elsaß sind der Riesling, der Gewürztraminer und der Silvaner.

Languedoc-Roussillon: Die Weinbaugegend liegt am Rande des Mittelmeeres zwischen dem Rhônedelta und der spanischen Grenze. Die Languedoc-Roussillon-Region gilt als größtes Weinanbaugebiet der Welt. Aus diesem Weinanbaugebiet stammen hauptsächlich Rotweine der Qualität Vins de table (Tafelwein) und Vin du Pays (Landweine). Die Winzer zeigen sich jedoch in den vergangen Jahren durchaus bemüht, auch vermehrt hochwertige Weine herzustellen.

Das Loiretal: Im Zentrum Frankreichs gelegen wurde das Tal nach dem gleichnamigen Fluss benannt. Kenner klassifizieren das Loiretal als eines der schönsten Weingegenden Frankreichs.

Bedeutende französische Weinanbaugebiete

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2 Gedanken zu „Wein aus Frankreich

  1. Sehr interessanter Artikel über französischen Wein. Suche noch nach einer Antwort, vielleicht habt Ihr ne Ahnung. Stimmt es, dass je karger und ärmer der Boden, desto höher soll die Weinqualität sein. Ist das so? Vielen Dank für die Antwort. Tolle Wein-Seite habt Ihr da!

    1. Ja, das stimmt. Wenn der Boden sehr fruchtbar ist, führt dies zu übermäßigem Wuchs der Rebtriebe, was zu Reifeverzögerungen der Trauben führt. Auch führt karger Boden dazu, dass die Reben tief wurzeln müssen: nur so kommen die Reben an die Nährstoffe und Mineralien aus den tiefen Gesteinsschichten heran. Die Bodenbeschaffenheit hat somit starken Einfluss auf die Weinqualität.

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