Gutedel

Der Gutedel wird meist als süffiger Trinkwein ausgebaut. Selten finden sich Prädikatsweine. Die Rebe wurde von den Römern nach Europa gebracht.

 

Gutedel

Die leichte Küche fast ein Muss für einen Gutedel
Der Gutedel ist ein idealer Begleiter der leichten Küche. Er bietet sich auch optimal zu Spargelgerichten an

Der Gutedel gehört zu den ältesten Rebsorten dieser Erde. Seit rund 5 000 Jahren wird dieser Weißwein von Menschen angebaut. Ob der Gutedel aus Ägypten stammt, wie viele Quellen behaupten, oder ob der Gutedel seinen Ursprung am Jordan in der Region Palästina hatte, ist für den Weinliebhaber heute weniger von Bedeutung. Als sicher gilt, dass der Gutedel von den Römern nach Europa gebracht wurde. Im Jahre 1523 soll der Gutedel aus dem türkischen Konstantinopel nach Frankreich gebracht worden sein, wo er im Ort Chasselas erstmalig angebaut wurde. Daher stammt auch die französische Bezeichnung für den Gutedel: Chasselas.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der Gutedel auch in Deutschland angebaut. Die Verbreitung in Deutschland übernahm wohl erst der Markgrafen Karl Friedrich von Baden, der auf eine seiner vielen Reisen 1780 aus Vevey am Genfer See Gutedel-Reben mitbrachte und im heutigen Markgräflerland (südlich von Freiburg) einführte.

Aroma, Bouquet und Farbe des Gutedel

Der Gutedel ist ein leichter Weißwein von blassgelber Farbe. Er hat einen geschmackneutralen Charakter, so dass die Lage des Rebstocks, der Boden und die klimatischen Gegebenheiten sich im Geschmack des Gutedel wiederfinden. Der Gutedel wird meist als „süffiger Trinkwein“ ausgebaut. Inzwischen gibt es aber durchaus einige Gutedel-Spezialitäten in der Prädikatswein-Klasse. Aufgrund der geringen Säure des Gutedel ist die Haltbarkeit des Gutedel nicht sehr hoch.

Anbau des Gutedel

Die Reben des Gutedel sind genügsam, was der Standort und die Bodenbeschaffenheit angeht. In Deutschland wird der Gutedel nach wie vor hauptsächlich im Markgräflerland (Baden) angebaut, da heiße und trockene Hochsommertage der Qualität des Gutedel förderlich sind. In Deutschland sind weitere Anbauflächen lediglich in Saale-Unstrut und in Sachsen bekannt.
Außerhalb Deutschlands wird der Gutedel in der Westschweiz, im Elsass, in Rumänien, Tschechien und auch in Ungarn angebaut.
Als wohlschmeckende Tafeltraube findet der Gutedel ebenfalls weitere Verbreitung. So gilt die Türkei als größtes Anbaugebiet für Gutedel-Tafeltrauben.

Zu welchem Gericht passt ein Gutedel

Der Gutedel gehört in die Klasse „leichte junge Weißweine“. Daher bietet er sich optimal zu Spargelgerichten an. Die leichte Küche fast ein Muss für einen Gutedel. Ein badischer Gutedel ist aber auch ein idealer Begleiter bei allen rohen Fischgerichten. Gelegentlich wird ein Gutedel auch zu Seefisch gereicht. Zu Käse sollte ein Gutedel nur gereicht werden, wenn es sich um einen zarten und nicht sehr gereiften Käse handelt.

Bekannteste Synonyme des Gutedel

Aufgrund der langen Historie des Gutedel ist die Liste der Synonyme ebenfalls fast unüberschaubar. Fast 200 Synonyme sind bekannt. Hier nur eine kleine Auswahl:
Blanquette, Bon blanc, Chasselas bianco, Chasselas Piros, Edelweiss, Elsässer, Golden Bordeaux, Golden Chasselas, White Muscadine

Weinanbaugebiet Markgräflerland (Baden)

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